V. Bahnhofsviertel mit Gallileo, Silberturm und Skyper

Entlang der Gallus- und Taunusanlage

Die Hochhäuser Gallileo, Silberturm und Skyper erheben sich von Arealen, auf oder neben denen ab Mitte des 19. Jahrhunderts die drei Westbahnhöfe ihre Standorte hatten. Im Jahr 1888 verkehrten im heutigen Hauptbahnhof die ersten Züge; die drei Westbahnhöfe waren überflüssig und wurden abgerissen. Das Bahnhofsviertel bildete sich heran.

Bild zur Führung. Gallileo, Silberturm und Skyper im Bahnhofsviertel. Blick von der Gallusanlage, 2018.
Gallileo, Silberturm und Skyper in Frankfurt, 2018.

Von 1951 bis 1996 stand an der Stelle des Hochhauses Gallileo der sogenannte Zinßerturm. Der Turm sollte laut des informellen Rahmenplans Bankenviertel von 1990 einer Blockrandbebauung von nur 32 Metern Höhe weichen. Über die Intensität der Grundstücksausnutzung kam es zu einem Ringen der Immobilieneigentümerin mit Gremien der Stadt. Im Ergebnis entstand das kubisch gefügte Gallileo mit einer Höhe von 136 Metern. Die Ausarbeitung des Hochhausentwicklungsplanes Frankfurt 1998 ist im Zusammenhang zu sehen.

Die Namensgebung des Hochhauses Gallileo mit seinem doppelten „L“ erklärt sich zum einen aus der Lage des Gebäudes an der Gallusanlage 7 und zum anderen nach dem italienischen Universalgenie Galileo Galilei.

Der Silberturm war zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme im Jahr 1978 mit 166 Metern Höhe der höchste Wolkenkratzer Deutschlands. Zur Gestalt des silbrig glänzenden Turms mit der Aluminiumfassade ein Zitat von Doktor Matthias Alexander aus dem Jahr 2006: „Wegen des Anklangs an das Raumschiff‑Design in den Filmen jener Zeit sah er schon kurz nach der Fertigstellung plötzlich ganz alt aus. Seine Zukunft war auch deshalb so schnell vergangen, weil der Entwurf des Büros ABB […] im Wesentlichen schon 1971 fertiggestellt war, sich die Realisierung jedoch verzögerte. In der Rückschau hat sich das unglückliche Timing relativiert: Mittlerweile gehört der Turm zu den dezenten Klassikern in der Frankfurter Skyline.“

Nach Berechnungen erwarteten die Ingenieure eine Bauwerksverkantung des Silberturms mit einer Lotabweichung an der Spitze von rund 30 Zentimetern. Zur Korrektur der betrieblich unerwünschten Verkantung wurden in einen L‑förmigen Hohlraum unter der Gründungssohle Druckkissen aus Gummi eingebracht, die zunächst mit Luft und später mit Wasser befüllt wurden.

Der Skyper ist ein dreiteiliger Gebäudekomplex bestehend aus dem viertelkreisförmigen 153,8 Meter hohen Wolkenkratzer, der neoklassizistischen Villa aus dem Jahr 1915 und einem Wohn‑ und Geschäftshaus. Der Baukonzern Philipp Holzmann verlegte 1915 seine Zentrale aus der Frankfurter Obermainstraße in die Villa in der Taunusanlage 1 und erstellte angrenzend im Jahr 1968 das Holzmann‑Hochhaus. Das Holzmann‑Hochhaus wurde im Jahr der Insolvenz der „Holzmänner“ 2002 niedergelegt und wich dem hohen Haus Skyper.

Skyper‑Hochhaus und Randbebauung des Wohn‑ und Geschäftsbaus sowie umgebende Freiflächen sind auf einen gemeinsamen Kellerkasten und eine durchgehende Bodenplatte mit einer Gesamtfläche von rund 5.500 Quadratmetern gesetzt. Das Hochhaus nimmt davon etwa eine Grundfläche von 1.900 Quadratmetern ein und wird von einer Kombinierten Pfahl‑Plattengründung getragen. Die Bauarbeiter verlegten in die Pfähle insgesamt 30 Kilometer geothermische Leitungsschleifen.

Den Abschluss der Stadtführung im Bahnhofsviertel bilden Erläuterungen zum Marienturm und zum Bürohochhaus Taunusanlage 11 an der Ecke Mainzer Landstraße mit der Taunusanlage.

Alle Corona-Bestimmungen für diese Stadtführung sind aufgehoben. Das Tragen einer Maske wird jedoch empfohlen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Stadtführung für Gruppen

Dauer:
Je nach Wunsch 1 bis 2 Stunden.
Treffpunkt:
Honorar:
Bis 10 Gäste:
11–20 Gäste:
21–30 Gäste:
75 
100 
125 
Euro pro Stunde,
Euro pro Stunde,
Euro pro Stunde.
Beispiel: Eine Gruppenführung für 15 Gäste über eine Dauer von 2 Stunden kostet somit insgesamt 200 Euro.
Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent. Eventuell fällige Eintrittspreise und Zusatzleistungen sind in den Honoraren nicht inbegriffen.
Anfrage:
Wenn Sie Interesse an der Hochhaus‑Führung „V. Bahnhofsviertel mit Gallileo, Silberturm und Skyper“ haben, kontaktieren Sie mich bitte per Formular oder E‑Mail.
Signet von stadtfuehrung.engineer. Technisch-historische Führungen in Frankfurt.
Bild zur Führung. Gallileo, Silberturm und Skyper im Bahnhofsviertel. Blick von der Gallusanlage, 2018.