Mainaufwärts zur Alten Brücke

Die Mainübergänge der westlichen Innenstadt
Icon der Stadtführung. Alte Brücke. Projekt Samhammer nach Uffenbach, 1742.

Die Stadtführung beginnt nahe der Friedensbrücke. Anstelle der Friedensbrücke stand zuvor die Wilhelmsbrücke, mit deren Hilfe die Amerikaner im März 1945 von Sachsenhausen auf das Nordufer des Mains übersetzten, bevor sie wenige Tage später Frankfurt vollständig einnahmen. Die Flussquerung erhielt von den US‑Streitkräften den Besatzungsnamen Golden Gate Bridge.

Nach Erläuterungen zum Holbeinsteg, der rückverankerten Fußgängerhängebrücke mit den charakteristischen Pylonen, folgt die, nach der preußischen Okkupation Frankfurts, 1872–1874 erbaute Brücke an der Neuen Mainzer Straße. Die heutige Untermainbrücke ist durch die halbkreisförmigen Wallanlagen mit der Ignatz‑Bubis‑Brücke, vormals Obermainbrücke, verbunden. Der Gestalt nach konzipierte der Tiefbau‑Ingenieur Johann Peter Wilhelm Schmick beide Brücken ähnlich.

Vor dem Bau der Alten Brücke passierte die Bevölkerung den Main in diesem Gebiet über zwei Furten. Die exakten Lagen dieser Untiefen lassen sich heute, nach der Mainkanalisierung und dem Ausbau der Uferbefestigungen, nicht mehr bestimmen. Ich zeige Ihnen die ungefähren Verläufe auf.

Der 1869 fertiggestellte Eiserne Steg war eine Neuerung, eine technische Innovation und dem Aussehen nach eine Hängebrücke. Das Bauwerk war jedoch keine „echte“ Hängebrücke, sondern eine rückverankerte „steife Hängekonstruktion“, eine genietete Stahlfachwerk‑Bogenbrücke mit der Öffnung nach oben. Da sich die Konstruktion nicht bewährte und bei starker Belastung einzubrechen drohte, ersetzte die Stadt sie 1911/12 durch eine Auslegerbrücke. Form und Aussehen des Steges wurden im Großen und Ganzen beibehalten.

Eine Markierung an der nördlichen Bastion des Eisernen Steges zeigt den wohl höchsten Wasserstand des Mains im vergangenen Jahrtausend an, das Magdalenenhochwasser des Jahres 1342. Auf dem Domhügel und dem Liebfrauenberg stand das Wasser. Die Alte Brücke hielt dem Wasserdruck nicht stand und die Sachsenhäuser flüchteten auf den Mühlberg.

Letzte Station der Stadtführung bildet die im Jahr 2014 sanierte Alte Brücke, deren Vorläuferbauwerk 1222 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Vorgestellt wird die Projektierung des Stadtbaumeisters Samhammer aus dem Jahr 1742 zur Wiederherstellung von drei Bogen des historischen Mainübergangs. Aus dieser Zeit stammt ein nicht umgesetzter Entwurf des berühmten Barock‑ und Rokokobaumeisters Balthasar Neumann für die damals auch als Sachsenhäuser Brücke bezeichnete Flussquerung. Zum Abschluss der Führung erzähle ich Ihnen, welche weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Erfindung den „Kanonensteppel“ zu verdanken ist.

Die Stadtführung „Mainaufwärts zur Alten Brücke“ entspricht inhaltlich weitgehend der ersten Hälfte der vierstündigen Veranstaltung „Frankfurter Mainbrücken“, deren Endpunkt die Osthafenbrücke ist.

Aufgrund der Corona-Pandemie finden die Führungen unter Einhaltung der gegenwärtig geltenden Abstands- und Hygieneregeln statt.

Schutz- und Hygienekonzept

Gruppenführungen

Treffpunkt:
Dauer:
Etwa 2 Stunden.
Honorar:
Bis 10 Gäste:
11–20 Gäste:
21–30 Gäste:
75 
100 
125 
Euro pro Stunde,
Euro pro Stunde,
Euro pro Stunde.
Beispiel: Eine Gruppenführung für 15 Gäste über eine Dauer von 2 Stunden kostet somit insgesamt 200 Euro.

Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer in Höhe von 16 Prozent. Eventuell fällige Eintrittspreise und Zusatzleistungen sind in den Honoraren nicht inbegriffen. Zur Zeit können Sie gebuchte Gruppenführungen per Vorkasse beziehungsweise Rechnung bezahlen.

Zur Berücksichtigung der Abstandsregeln während der SARS‑CoV‑2‑Pandemie ist die Teilnehmerzahl bis auf Weiteres auf 10 Personen begrenzt.
Buchung:
Wenn Sie die Stadtführung „Mainaufwärts zur Alten Brücke“ buchen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.
Signet von stadtfuehrung.engineer. Technisch-historische Führungen in Frankfurt
Frankfurter Alte Brücke. Projekt Samhammer nach Uffenbach, 1742.
Eiserner Steg, Blick von der Schulstraße, Postkarte, vor 1912.