Frankfurter Mainbrücken

Von der Friedensbrücke stromaufwärts zur Osthafenbrücke
Icon der Stadtführung. Holbeinsteg und Blick auf die Skyline, August 2020.

Startpunkt der etwa vierstündigen technisch-historischen Stadtführung ist die Friedensbrücke, ein Nachfolgebauwerk des zweiten festen Frankfurter Mainübergangs, der bis 1848 für die Eisenbahnverbindung nach Heidelberg errichteten Main‑Neckar‑Brücke.

Die Route führt über den für Fußgänger im Jahr 1990 fertiggestellten Holbeinsteg. Am südlichen Brückenkopf der rückverankerten Hängebrücke befindet sich das Städelsche Kunstinstitut.

Weiter geht es entlang des Mains – immer Richtung Osten – an der Untermainbrücke vorbei zum 1869 eingeweihten und von Frankfurter Bürgern finanzierten Eisernen Steg. Der unter dem Tiefbau‑Ingenieur Johann Peter Wilhelm Schmick erstellte Fußgängersteg war die erste Ausführung einer „festen Hängebrücke“. 1911/12 ersetzte die Stadt den zunächst rückverankerten Steg durch eine Auslegerbrücke.

Nächster Anlaufpunkt der Stadtführung ist die 1222 erstmals urkundlich erwähnte Alte Brücke. Die Frankfurter Brücke und die bis 989 erstellte Willigisbrücke in Aschaffenburg waren für viele Jahrhunderte die einzigen dauerhaften Flussüberquerungen des gesamten Untermains. Die Alte Brücke musste im Laufe ihrer Geschichte mindestens 18‑mal wenigstens teilweise wiederaufgebaut werden. Frankfurt entwickelte sich im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Handelszentren Mitteleuropas und die Alte Brücke befand sich im Schnittpunkt wichtiger Handelsstraßen. Wahrzeichen der Alten Brücke ist der Brickegickel. Der Hahn mit dem Kruzifix markierte in früheren Zeiten die tiefste Stelle des Fahrwassers für die Schiffsleute und den Ort, an dem bis 1613 die Todesstrafe durch Ertränken vollstreckt wurde.

Mainaufwärts folgt die Ignatz‑Bubis‑Brücke, ehemals Obermainbrücke. Die auf die Alte Stadtbibliothek ausgerichtete Flussquerung entstand – wie bereits zuvor der Eiserne Steg und die Untermainbrücke – nach Plänen des Ingenieurs Schmick. Daher rührt der Frankfurter Ausspruch „Kaa Brick ohne Schmick“.

Etwas weiter östlich ragen die grünen Pylone der Flößerbrücke empor. Der Neubau von 1986 – im Volksmund „das scheppe Ding“ genannt – überspannt die Wasserstraße schräg zur Stromrichtung und ist der Konstruktion nach eine Zügelgurtbrücke.

Nachdem die Anfang des 20. Jahrhunderts für den Eisenbahnverkehr als Stahlfachwerk erbaute Deutschherrnbrücke passiert ist, nähern wir uns, nach fast fünf Kilometern, dem Endpunkt der Stadtführung „Frankfurter Mainbrücken“, der Osthafenbrücke. Der filigrane Mainübergang mit gekreuzten Hängern wurde im Dezember 2013 an das Verkehrsnetz angeschlossen.

An der Alten Brücke legen wir eine einstündige Rast ein. Hier können Sie eines der zahlreichen Lokale rund um das Fischerplätzchen besuchen und für den zweiten Teil der Führung eine Stärkung einnehmen (nicht im Honorar inbegriffen). Im Anschluss an die Veranstaltung bietet sich zur Rückfahrt der RMV an – beispielsweise ab dem Ostbahnhof oder der Bushaltestelle Osthafenbrücke.

Aufgrund der Corona-Pandemie finden die Führungen unter Einhaltung der gegenwärtig geltenden Abstands- und Hygieneregeln statt.

Schutz- und Hygienekonzept

Gruppenführungen

Treffpunkt:
Dauer:
Etwa 4 Stunden, zuzüglich 1‑stündiger Rast bei der Alten Brücke.
Honorar:
Bis 10 Gäste:
11–20 Gäste:
21–30 Gäste:
75 
100 
125 
Euro pro Stunde,
Euro pro Stunde,
Euro pro Stunde.
Beispiel: Eine Gruppenführung für 15 Gäste über eine Dauer von 2 Stunden kostet somit insgesamt 200 Euro.

Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer in Höhe von 16 Prozent. Eventuell fällige Eintrittspreise und Zusatzleistungen sind in den Honoraren nicht inbegriffen. Zur Zeit können Sie gebuchte Gruppenführungen per Vorkasse beziehungsweise Rechnung bezahlen.

Zur Berücksichtigung der Abstandsregeln während der SARS‑CoV‑2‑Pandemie ist die Teilnehmerzahl bis auf Weiteres auf 10 Personen begrenzt.
Buchung:
Wenn Sie die Stadtführung „Frankfurter Mainbrücken“ buchen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.
Signet von stadtfuehrung.engineer. Technisch-historische Führungen in Frankfurt
Icon der Führung. Holbeinsteg und Blick auf die Skyline, August 2020.
Deutschherrnbrücke und Blick auf das Doppelhochhaus der EZB. Fotografie im August 2020.