Schülerführung:
Frankfurter Hochhäuser und Mainbrücken

Von der Alten Brücke bis zu den Hochhäusern der Wallanlagen

Die Führung ist für Schulklassen aller Jahrgangsstufen geeignet, von der Grundschule bis zur Oberstufe. Wir treffen uns vor dem Domturm und wenden uns gleich dem Ufer des Mains zu. Hier werde ich den Schülern die Bedeutung einer Furt erklären und darauf hinweisen, dass der Frankenherrscher Karl der Große, auf der Flucht nach einem verlorenen Feldzug mit seiner Streitmacht über eine solche seinen Verfolgern entkommen konnte. Eine weiße Hirschkuh wies ihm der Legende nach den Weg.

Bankenviertel mit Commerzbank Tower, Japan Center und Taunusturm, 2017.
Icon der Schülerführung. Max Beckmann. Der Eiserne Steg, 1922.
Hochhäuser an den Wallanlagen, 2017.
Bild links: Hochhäuser an den Wallanlagen, 2017.
Max Beckmann. Der Eiserne Steg, 1922.
Bild rechts: Max Beckmann. Der Eiserne Steg, 1922.

Mehr als vier Jahrhunderte später, aus dem Jahr 1222, datiert die erste urkundliche Erwähnung der Frankfurter Alten Brücke. Die Alte Brücke gehörte in jener Zeit mit der Judithbrücke in Prag, der Donaubrücke in Regensburg und der Elbebrücke in Dresden zu den bedeutendsten Brücken Mitteleuropas. Auf der Alten Brücke standen zahlreiche Bauten wie die zur Stadtbefestigung gehörenden Brückentürme, Mühlen und das sogenannte Rattenhäuschen. Wahrzeichen des Mainüberganges ist der Hahn mit dem Kruzifix. Der „Brickegickel“ markierte die tiefste Stelle des Fahrwassers für die Schiffer und eine Hinrichtungsstätte für zum Tode durch Ertränken Verurteilte. In der Gegenwart bietet die Alte Brücke eine hervorragende Aussicht auf die Skyline.

Frankfurt war bereits im Mittelalter ein wichtiger Handelsplatz. Auf den zweimal jährlich stattfindenden Messen wurden Waren der Hanse aus Nord‑ und Osteuropa und über Venedig importierte Luxusgüter des Orients feilgeboten. Gläubige pilgerten nach Santiago de Compostela, Jerusalem und Rom.

Bankenviertel mit Commerzbank Tower, Japan Center und Taunusturm, 2017.

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung in Frankfurt beträchtlich. Die Alte Brücke war für den stark zunehmenden Verkehr über den Main nicht mehr ausreichend. Da die Stadt lange Zeit nicht über die monetären Mittel zum Bau weiterer Mainbrücken verfügte, stellten vermögende Frankfurter Bürger das Geld für den Eisernen Steg zur Verfügung. Die Baukosten des Fußgängerüberganges betrugen 120.000 Gulden, finanziert mit festverzinslichen Anteilsscheinen zu 100 Gulden. 1869 weihten die Frankfurter den Eisernen Steg feierlich ein.

In der Idylle des Nizzas, umgeben von Bergmammutbäumen, Palmen und immergrünen Eichen, beginnt der zweite Teil der Schülerführung mit Erläuterungen zum Thema Hochhäuser. Der Hochhausbau beginnt im 6. Jahrhundert vor Christus mit dem Turmbau zu Babel. Zweieinhalb Jahrtausende später, nach dem Ersten Weltkrieg, entstand mit dem 33 Meter hohen Mousonturm das erste Hochhaus in Frankfurt. Nachdem Anfang der 1970er Jahre mit dem AfE‑Turm die 100‑Meter‑Grenze durchbrochen war und die Häuser immer höher und zahlreicher gen Himmel ragten, entstand die Skyline. Bis zum Jahr 2003 galten der 1991 fertiggestellte Messeturm mit 256,5 Metern und der Commerzbank Tower von 1997 mit 259 Metern als die höchsten Wolkenkratzer Europas.

Pieter Bruegels Wiener Version des Turmbaus zu Babel, 1563.
Pieter Bruegel d. Ältere, Turmbau zu Babel (Wien), 1563.

Seit der Niederlegung der Frankfurter Stadtbefestigung ab 1805 sind die halbkreisförmigen Wallanlagen um die Innenstadt eine öffentliche Parkanlage. Die westlichen Wallanlagen werden gesäumt von den Hochhäusern des Bankenviertels: Eurotower, Silberturm, Taunusturm, Japan‑Center… Ein hohes Haus hatte bis in die 1990er Jahre ein Schwimmbecken im 31. Stockwerk, ein anderes ähnelt einer Steinlampe. Diese und weitere Besonderheiten sind Gegenstand der Schülerführung.

Die Veranstaltung endet an der einzigen Kreuzung in Europa mit vier Hochhäusern über einhundert Meter Höhe und Blick in die „Schlucht“ der Neuen Mainzer Straße.

Ich veranschauliche meine Ausführungen mit einer Vielzahl von großformatigen Bildern. Für höhere Altersklassen können auf Wunsch bautechnische Aspekte eingebracht werden.

Aktuelles Schutz- und Hygienekonzept für die Teilnehmer meiner technisch-historischen Führungen.

Führung für Schulklassen

Treffpunkt:
Dauer:
2 Stunden.
Honorar:
Für Schulklassen mit bis zu drei Begleitpersonen gilt ein ermäßigtes Honorar von 145 Euro. Der Preis enthält die gesetzliche Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent. Eventuell fällige Eintrittspreise und Zusatzleistungen sind im Honorar nicht inbegriffen.
Anfrage:
Wenn Sie Interesse an der „Schülerführung: Frankfurter Hochhäuser und Mainbrücken“ haben, kontaktieren Sie mich bitte per Formular oder E‑Mail.
Signet von stadtfuehrung.engineer. Technisch-historische Führungen in Frankfurt
Icon der Schülerführung. Max Beckmann. Der Eiserne Steg, 1922.